Im Frühjahr 2019 wurde innerhalb der Feuerwehr Oberwaltersdorf der Beschluss gefasst, ein Abschleppfahrzeug mit Ladekran zu beschaffen, da die Arbeit mit der Abschleppachse nicht zeitgemäß ist und auch nicht mehr dem Stand der Technik entspricht.

So wurde letztlich auch ein geeignetes, gebrauchtes Fahrzeug in der Steiermark bei einem Autohaus gefunden.
Der Finanzierungsplan wurde mit der Gemeinde abgeklärt und so wurden rund 2/3 der Kosten, dankenswerter Weise von der Gemeinde übernommen und der Rest von der freiwilligen Feuerwehr beigesteuert.

In vielen hundert Arbeitsstunden wurde das Fahrzeug zerlegt, versiegelt, Hydraulikleitungen erneuert, Stromleitungen eingezogen, LED Lampen installiert, lackiert und vieles mehr.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden Firmen, Unterstützern und Kameraden die viel Herzblut in dieses wichtige Einsatzfahrzeug gesteckt haben.

Die Fakten:

Das ATF (Abschlepp- und Transportfahrzeug) mit Ladekran ist ein Sonderfahrzeug das speziell für Bergungen und den Abtransport von verunfallten Fahrzeugen konzipiert wurde.

Es verfügt über ein absenkbares Plateau mit Seilwinde auf dem ein Fahrzeug (PKW, Anhänger, Motorrad…) aber auch beispielsweise Großtiere wie verunfallte Pferde transportiert werden können. Ebenso können am Plateau große Stromerzeuger verladen werden.

Der Vorteil gegenüber einem Wechsellederfahrzeug ist der, dass auch 2 Fahrzeuge gleichzeitig mit Plateau und Hubbrille am Heck verbracht werden können und somit ein rasches freimachen der Verkehrswege stattfinden kann.

Mit der Hubbrille am Heck können auch Kleintransporter (Paketdienste, Lieferwägen…) abgeschleppt werden.

Mit dem 10mTo Ladekran und dem hyraulisch verstellbarem Hebekreuz ist es möglich, Fahrzeuge direkt auf das Plateau zu heben oder für einen Transport auf der Hubbrille vorzubereiten.

Ebenso kann der Ladekran für Menschenrettungseinsätze (Personenrettung aus Schacht, Transport mittels Kran und Korbtrage von einem Dach, …) eingesetzt werden.

Eine Vielzahl von Anschlagmitteln wie Radklammern, Bergegurte, Motorradhalterung, Seilwinde mit Umlenkrolle, Rangierroller, uvm. sind im Fahrzeug verlastet um einen professionellen Einsatz auf den Straßen durchführen zu können.

Am Montag wurde durch unseren SB Vorbeugender Brandschutz ein Schulungsabend zum Thema „Brandmeldeanlagen im Einsatz“ abgehalten.
Anschaulich wurden die Komponenten einer BMA besprochen und die Einsatztaktik wiederholt.

Noch während wir beim Brandeinsatz in einem Produktionsbetrieb standen, wurden wir von den Wiener Netzen Strom zu einem „Verkehrshindernis“ alarmiert.

Ein LKW hat eine Straßenlaterne sowie einen Starkstromverteiler aus Beton beschädigt.

Nachdem die Einsatzstelle stromlos gemacht war, wurde die Fahrbahn freigemacht und die Unfallstelle mittels Bauzäunen in gewohnt guter Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Marktgemeinde Oberwaltersdorf abgesperrt.

Um kurz vor 7 Uhr wurden wir zu einer TUS Brandmelderauslösung zu einem örtlichen Produktionsbetrieb
gerufen.

Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges wurden wir bereits von einem Mitarbeiter erwartet und auf eine schwarze Rauchentwicklung im Dachbereich hingewiesen.
Unverzüglich wurde auf die „Alarmstufe B2 – Brand in Gewerbebetrieb“ erhöht.
Bei der genaueren Erkundung anhand von Brandschutzplänen und vor Ort wurde eine Verrauchung im Technikraum der thermischen Nachverbrennungsanlage am Dach festgestellt.

Der Betroffene Bereich wurde abgeschaltet und gelüftet.
Heißes Öl eines defekten Motors hat die Rauchentwicklung verursacht.

Die Einsatzstelle wurde an den Brandschutzbeauftragten übergeben und die Freiwillige Feuerwehr Oberwaltersdorf sowie die Kräfte der Freiwillige Feuerwehr Trumau konnten wieder einrücken.

Fotos:
FF Oberwaltersdorf
Alexandra Grein/YouTube

In den Mittagsstunden des 5. Februar wurden wir gemeinsam mit der Feuerwehr Trumau zu einem PKW Brand im Ortsgebiet unserer Nachbargemeinde alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich nur um einen Kleinbrand im Motorraum handelte und so konnten wir nach kurzer Zeit wieder einrücken.

Fotos:
https://www.ff-trumau.at/

Wie in vielen Gemeinden im Bezirk Baden stand auch die freiwillige Feuerwehr Oberwaltersdorf am Vormittag des 4. Februar im Einsatz.
Sturmböen um die 100km/h brachten Bäume zum Umstürzen die Verkehrswege blockierten.

Insgesamt mussten wir an diesem Vormittag vier mal ausrücken um Fahrbahnen wieder frei zu machen.